11.5.25

4th Avenue

Vor uns liegt ein Legespiel der Größe 4x4 mit schönen, hölzernen Spielsteinen und einem hölzernen Rahmen.

Auf den ersten Blick sieht dieses Puzzle aus wie eine 4x4-Legespiel mit quadratischen Steinen, an deren Kanten sich halbierte Symbole befinden. Doch schnell stellt man fest, dass bereits jeweils zwei dieser quadratischen Steine passend zu einem Domino zusammengefügt wurden. Wir haben also acht Dominos vor uns, und diese sollen so in den 4x4-Rahmen gelegt werden, dass an den Kanten jeweils passende (d.h. gleiche) Halbbilder zusammenstoßen. Wie bei den meisten Legespielen gibt es vier verschiedene Symbole an den Kanten.

Hier ein nicht ganz gelungener Lösungsversuch. Die abgebildete Anordnung der Steine lässt sich leider nicht vervollständigen.

Schwierigkeit: Sehr schwer, da es nur wenige Lösungen gibt. Außerdem sind die Dominosteine für ein Legespiel gewöhnungsbedürftig.

Lösungshinweis: Können wir den Online-Solver von A. Keilhauer auch für dieses Legespiel benutzen? Die erste Idee wäre, die Dominosteine (in Gedanken) in je zwei quadratische Steine zu zerbrechen und dann das Lösungsprogramm zu benutzen. Dies ergibt aber (höchstwahrscheinlich) sehr viele Lösungen, bei denen die Bruchstellen nicht wieder zusammengefügt werden. Also benötigen wir noch einen Trick, der dafür sorgt, dass die Dominos wieder zusammengesetzt werden. Dazu verwenden wir an den Schnittkanten der acht Dominos acht andere Symbole als an den Kanten der Dominos, z.B. die Ziffern 1 bis 8 auf beiden Seiten des Schnittes. Wenn dann die beiden Einsen nebeneinanderliegen, ist der erste Domino automatisch wieder hergestellt. Wir müssen nur noch Lösungen aussortieren, bei denen Schnittkanten von Dominos an den Rand des Rahmens gelegt werden.

Tatsächlich findet der Online-Solver von A. Keilhauer insgesamt nur eine Lösung und berechnet eine Schwierigkeit von 1.409.018. 

Design:  Nobuyuki Yoshigahara (kurz: Nob)
Hersteller: Puzzland Hikimi
Erscheinungsjahr: 1980er Jahre

Shopping: Nicht lieferbar

10.5.25

Wunderpuzzle 25

Dieses schöne Wunder-Puzzle stammt von Mitsuhiro Odawara [1] und wird hier mit seiner freundlichen Erlaubnis vorgestellt.

Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Polyomino-Puzzle: Vier Pentominos (P, U, Y und Z) sowie das L-Tetromino befinden sich in einem Rahmen der Größe 4x6. Dazu gibt es noch einen zusätzlichen kleinen Stein als "Ersatzteil". Beim genauen Hinschauen bemerkt man, dass es sich hier um "besondere" Pentominos handelt. Sie bestehen nicht aus jeweils fünf Elementarquadraten, statt Quadraten wurden hier Rechtecke verwendet. Die Steine befinden sich bereits im Rahmen, man kann sie ausschütten und wieder einsortieren. Im Bild unten hat dies nicht geklappt, da die Orientierung den Elementarrechtecke beim P-Pentomino nicht passt.


Wenn man es geschafft hat, ist dies noch nicht das versprochene Wunder: Im Rahmen gibt es auf einem Parkplatz einen weiteren kleinen Stein, und der soll auch noch mit einsortiert werden. 

Wie kann das sein, wenn der Rahmen doch schon voll war? Dies ist das Wunder, welches vollbracht werden soll.

Schwierigkeit: Die erste Aufgabe (ohne Berücksichtigung des zusätzlichen Steins) ist vergleichsweise einfach, obwohl es nur eine Lösung gibt. Die zweite Aufgabe ist schwieriger. Wenn man ähnliche Geduldspiele kennt, ist der Lösungsweg relativ klar. Falls nicht, sieht es nach einem echten Wunder aus und die Lösung bietet einen schönen Aha-Effekt. Es gibt jeweils nur eine Möglichkeit, die Steine in den Rahmen zu packen.

Ähnliches Geduldspiel: Ein kleineres Geduldspiel vom gleichen Autor mit einer ähnlichen Lösung ist das Wunderpuzzle 16.

 

Design: Mitsuhiro Odawara
Erscheinungsjahr: 2013

Shopping: Nicht lieferbar.

3D-Druck:  Sie finden die STL-Files in der Sammlung zum Blog auf Thingiverse sowie bei Printables.

Mehr Infos:

Wunderpuzzle 16

Diese hübsche kleine Puzzle stammt von Mitsuhiro Odawara [1] und wird hier zusammen mit einem Modell zum 3D-Druck mit seiner freundlichen Zustimmung vorgestellt.

Gegeben ist ein Rahmen zusammen mit drei Steinen, die an die Pentominos N, P und U erinnern. Dazu gibt es noch einen kleinen Stein, verantwortlich für das Wunder.


Es handelt sich nicht um "echte" Pentominos, denn hier sind sie aus Rechtecken statt Quadraten zusammengesetzt. Dies sorgt dafür, dass man alle diese Rechtecke in der gleichen Orientierung verwenden muss.

Diese drei Steine sollen in den mitgelieferten Rahmen gepackt werden, was gar nicht kompliziert ist. Die drei Steine liegen dann recht locker im Rahmen und bilden ein 3x5-Rechteck.


Aber es gibt im Rahmen noch einen Parkplatz mit einem weiteren kleinen Stein, und dieser soll auch noch im Rahmen untergebracht werden, so dass nun alle Steine flach im Rahmen liegen. Wie kann das gehen? Dieser 16. Stein gibt dem Wunderpuzzle seinen Namen.

Schwierigkeit: Die erste Aufgabe (ohne Berücksichtigung des zusätzlichen Steins) ist einfach, obwohl es nur eine Lösung gibt. Die zweite Aufgabe ist schwieriger, man benötigt eine Idee, um der Lösung näher zu kommen. Falls Sie diese nicht kennen, erwartet Sie ein echtes Aha-Erlebnis. Auch hier gibt es nur eine Lösung. 

Ähnliche Geduldspiele: Eine größere Variante dieses Geduldspiels ist das Wunderpuzzle 25.

 

Design: Mitsuhiro Odawara
Erscheinungsjahr: 2013

Shopping: Nicht lieferbar.

3D-Druck:  Sie finden die STL-Files in der Sammlung zum Blog auf Thingiverse sowie bei Printables.

Mehr Infos:

7.5.25

Eternity

Dieses Puzzle hat eine wirklich spektakuläre Geschichte, denn es ging auch um viel Geld für die erste Lösung. Das Geduldspiel ist höllisch schwer, es wurde selbst für den Computer als unlösbar betrachtet und dann wurde es von zwei Mathematikern gelöst! Aber der Reihe nach. Es handelt sich um Eternity aus dem Jahr 2009:

209 Teile sollen einen nahezu regelmäßigen zwölfeckigen Rahmen vollständig füllen. Dem Rahmen liegt ein regelmäßiges Dreieckgitter zugrunde. 

Die 209 Teile bestehen jeweils aus 12 Hälften der gleichseitigen Elementardreiecke, die entlang ganzer oder halber Kanten entlang von Gitterlinien zusammengefügt wurden. Solche Teile heißen heute Polydrafter, da im Englischen ein Drafter ein Zeichendreieck mit den Winkeln von 30, 60 und 90 Grad bezeichnet. Polydrafter aus 12 Draftern heißen Dodekadrafter. Früher hießen diese Teile auch Dodecadudes. Hier einige der 209 Teile:

Es gibt viele Dodekadrafter, die für solch ein Puzzle ungeeignet erscheinen: Steine mit Löchern können nicht verwendet werden, Steine mit nach außen ragenden spitzen 30-Grad-Winkeln bergen eine Verletzungsgefahr, symmetrische Steine machen das Spiel einfacher und werden deshalb verboten usw. Übrig bleiben insgesamt 770 verschiedene Dodekadrafter [1]. 209 davon wurden für das Puzzle ausgewählt. Weil üblicherweise Polyformpuzzles schon mit 30 Steinen auch für Computer anspruchsvoll sind, konnte man annehmen, dass es mit 209 Teilen praktisch unlösbar wird. Deshalb wurde vom Erfinder Christopher Monckton ein Preisgeld von einer Million britischer Pfund für die Lösung des Puzzles ausgesetzt [2]. Es war bekannt, dass es mindestens eine Lösung gibt, diese lag im Tresor des Erfinders.

Aber es stellte sich als Denkfehler heraus, dass derartige Polyformpuzzles mit wachsender Steinzahl durch exponentielles Wachstum immer komplizierter werden [3]. Dies gilt zumindest, wenn es insgesamt sehr viele Lösungen gibt und man nur nach einer Lösung davon sucht. Und hier gibt es sehr viele Lösungen, deren Zahl wird mittlerweile auf mindestens 10⁸⁰ geschätzt. Die erfolgreiche Lösungsstrategie war folgendermaßen:

Erstens werden die 209 Steine entsprechend ihrer Nützlichkeit grob sortiert. Zweitens stellte man fest, dass sich mit 70 einigermaßen nützlichen Steinen viele der kompakt geformten Rahmen mit einer Fläche von 420 Elementardreiecken des Gitters vollständig füllen lassen.

Damit war das weitere vorgehen klar: Man versucht im ersten Schritt den Rahmen zu rund zwei Dritteln zu füllen, indem man möglichst wenige der nützlichsten Steine verwendet. Der dafür notwendige Aufwand hängt näherungsweise linear von der Größe der Fläche ab und nicht exponentiell wie vermutet. Da man immer mehr Steine zur Verfügung hat als nötig, kann schnell der nächste Stein eingebaut werden. Für die letzten 70 Steine hat man die Hoffnung, dass sich die Restfläche mit den 70 Steinen, von denen viele sehr nützlich sind, auch füllen lässt. Hier ist eine komplexere Analyse mit Backtracking nötig, aber die Chancen stehen nicht schlecht, zumindest bei mehreren Versuchen eine Lösung zu finden.

Wie könnten die Steine für das Eternity-Puzzle ausgewählt und die dazugehörige Lösung gefunden worden sein? Eine ganz einfache Möglichkeit ist die folgende: Zunächst wählen wir eine deutlich zu große Steinmenge, z.B. alle nicht-symmetrischen Dodekadrafter. Mit diesen Steinen zur Auswahl wird der Rahmen gefüllt. Wenn die Steinmenge deutlich größer ist als nötig, dann ist dies ganz einfach, der Computer findet schnell passende Steine. Alle übrigen Steine werden weggeworfen und fertig ist das Puzzle: Wir haben eine scheinbar zufällig ausgewählte Steinmenge und eine Lösung für den Tresor [4]. Das das Puzzle so extrem schwer erschien, wurde als "Hilfe" die Position des Steins Nr. 34 im Rahmen angegeben. Dies war die Position dieses Steins in der einzig bekannten Lösung und es wurde nicht verlangt, dass dieser Stein unbedingt dort liegen muss. Tatsächlich sind bisher mehrere Lösungen von Eternity bekannt, und der Stein Nr. 34 liegt niemals an diese Position. Die Lösung von Christopher Monckton aus dem Tresor ist nicht öffentlich bekannt.

Auf Grund des spektakulären Preisgeldes erzielte das Eternity-Puzzle einen Verkaufsrekord: Im ersten Monat war Eternity das meistverkaufte Spiel aller Zeiten in Großbritannien, in den ersten beiden Jahren wurden rund 225.000 Exemplare verkauft [5]. Die Mathematiker Alex Selby und Oliver Riordan fanden am 15. Mai 2000 eine Lösung und erhielten den Preis im September des Jahres. Im Video [6] erklärt Oliver Riordan, wie sie Eternity gelöst haben.

Design:  Christopher Monckton
Hersteller Ertl Europe Company
Erscheinungsjahr: 1999

Google: eternity puzzle
Shopping: Gelegentlich gebraucht lieferbar, Preis ca. 20€

Eternity: Heart Puzzle

Das Heart-Puzzle ist eines der drei kleinen Puzzles aus der Eternity-Reihe. Diese kleineren und einfacheren Puzzle sollten das Interesse für das große Eternity-Puzzle wecken. Zusätzlich gab es eine Hilfestellung für das große Eternity-Puzzle: Wer eine korrekte Lösung des Heart-Puzzles einschickte, erhielt einen Lösungshinweis für das große Eternity-Puzzle [1].

Das Heart-Puzzle ist (zumindest für Menschen) schwieriger als das Delta-Puzzle und das Meteor-Puzzle, da das zugrundeliegende Gitter hier komplizierter ist und man deshalb nicht immer erkennen kann, ob zwei Steine nebeneinanderliegen dürfen. Das Gitter besteht aus gleichseitigen Dreiecken und Quadraten gleicher Seitenlänge, die folgendermaßen angeordnet sind.

Dieses Gitter wird im Englischen üblicherweise als snub square tiling [2] bezeichnet. Zusätzlich werden die Quadrate durch Diagonalen halbiert, so dass die Steine jeweils zusammengesetzt sind aus vier Teilen, und zwar aus zwei Halbquadraten und zwei gleichseitigen Dreiecken (16 Stück), aus drei Halbquadraten und einem gleichseitigen Dreieck (2 Stück) oder aus einem Halbquadrat und drei gleichseitigen Dreiecken (2 Stück). Dabei wurden für das Puzzle nicht alle möglichen Steine aus vier Teilen verwendet.

Für die Lösung gibt es am Boden des Kartons einen herzförmigen Rahmen der mit den Steinen vollständig gefüllt werden soll. Hier wurde zusätzlich das Gitter in den Rahmen eingefügt.

Schwierigkeit: Sehr schwer, wegen der unüblichen Form des Gitters und der Steine. Außerdem ist die Anzahl von 20 Steinen recht hoch. Für das Heart-Puzzle gibt es 1914 verschiedene Lösungen [3].

Lösungshinweis: Es ist extrem hilfreich, das zugrundeliegende Gitter immer vor Augen zu haben. Also drucken Sie sich ein Gitter mit snub square tiling in passender Größe aus und legen es in den Rahmen.

PolySolver-Info: Wenn Sie dass Puzzle durch den Computer mit dem PolySolver lösen lassen wollen, müssen Sie das Gitter auf Split Snub-Square einstellen.

Design: Christopher Monckton
Hersteller Ertl Europe Company
Erscheinungsjahr: 1998

Google: Eternity Heart Puzzle
Shopping: Selten gebraucht lieferbar.

4.5.25

Pince-nez

Außerhalb Frankreichs gibt es nur vergleichsweise wenig Puzzles mit französischen Namen. Hier ist wieder eines: Pince-nez bedeutet Nasenklammer und dieser Titel verrät uns, dass der Designer eine Ähnlichkeit zwischen den drei Steinen und Nasenklammern erkannt hat. Oder legen wir da vielleicht völlig falsch?

Abb. von nothingyetdesigns.com mit freundlicher Genehmigung

Diese Steine bestehen aus je sieben Elementarquadraten. Aus diesen drei Steinen soll eine flache symmetrische Figur gelegt werden, ohne dass die Steine sich irgendwie überlappen.

Die Steine sind aus lasergeschnittenem Acryl.

Es gibt nur eine Lösung. Können Sie die finden?

Schwierigkeit: Verblüffend schwierig. Und die Lösung beschert Ihnen ein zusätzliches Aha-Erlebnis!

 

Design:  Oleg Smol'yakov (Gelo)
Hersteller:  NothingYet Designs

Shopping: Kaum lieferbar, Preis ca. 5€

Aliens

Dieses Symmetrie-Puzzle besteht aus drei Polyominos, und zwar einem Hexomino und zwei Heptominos.

Aus diesen drei Steinen soll eine flache symmetrische Figur gelegt werden, ohne dass die Steine sich irgendwie überlappen.

Foto von nothingyetdesigns.com mit freundlicher Genehmigung

Die Steine sind aus lasergeschnittenem Acryl.

Es gibt zwei verschiedene Lösungen. Können Sie beide finden?

Es bleibt noch die Frage, woher der Name Aliens stammt. Falls Sie nicht der Meinung sind, dass die Steine an Aliens erinnern, dann hat vielleicht die Lösung etwas damit zu tun?

Schwierigkeit: Verblüffend schwierig. 

 

Design:  Tylor Hudson
Hersteller:  NothingYet Designs

Shopping: Lieferbar, Preis ca. 5€

ZZZ-Symmetriepuzzle

Aus drei identischen Z-Hexominos soll eine symmetrische Figur gelegt werden. Dabei sollen alle drei Steine verwendet werden, und sie sollen flach auf dem Tisch liegen und sich nicht überlappen. 

Es wird verraten, dass eine spiegelsymmetrische Figur gesucht wird, aber nicht, ob eine Symmetrieachse parallel oder schräg zu anderen Kanten verläuft. 

Schwierigkeit: Dies ist ein vergleichsweise schwieriges Symmetriepuzzle, da es nur eine Lösung gibt.

 

DIY-Tipp: Sie können sich die aus jeweils sechs Elementarquadraten bestehenden Z-Hexominos aus kariertem Papier oder Pappe ausschneiden. Schöner sind 3D-gedruckte Z-Hexominos. Zahlreiche Vorlagen findet man bei Thingiverse oder Printables.

Mehr Infos: Auf Spektrum.de gibt es in der Sammlung Hemmes mathematische Rätsel auch dieses Symmetriepuzzle in etwas abgewandelter Form.

3.5.25

Formidable / Büngersche Dreiecke

Ein schönes kleines Geometrie-Puzzle: Es erinnert an Tangram, aber besteht nur aus drei Dreiecken und sollte deshalb ganz einfach sein. Dieser erste Gedanke ist nicht ganz falsch, wenn man sich vorher mit den drei Steinen etwas angefreundet hat:

Jedes der drei Dreiecke besitzt ein Loch. Dieses dient aber nur der Aufbewahrung: Statt des zu erwartenden Aufgabenzettels gibt es ein Aufgabenbrettchen mit 13 zu legenden geometrischen Formen. Dieses besitzt ebenfalls ein Loch und beim Kauf sind diese vier Teile mit einer Schraube verbunden.

Hier ist die Lösung für das Rechteck:

Schwierigkeit: Meist einfach, gut geeignet auch für Anfänger. Die Aufgaben unterscheiden sich manchmal nicht sehr, dann lässt sich die neue Aufgabe aus einer vorhergehenden durch Umlegen eines einzelnen Steines erreichen. 

Interessant ist der mathematische Hintergrund [1]. Zwar lässt sich jedes Rechteck in drei rechtwinklige, zueinander ähnliche Dreiecke zerlegen. Aber nur bei einem bestimmten Seitenverhältnis von rund 0,618 entstehen die vielen Anlegemöglichkeiten. Dort gibt es sogar 16 Aufgaben, konvexe Figuren zu legen.

DIY-Tipp: Aus Pappe ausschneiden entsprechend den Maßen bei [1]. 

Design:  Georg Bünger
Hersteller:  Jean Claude Constantin
Erscheinungsjahr: 1984

Google: Constantin "Formidable" Puzzle
Shopping: Kaum lieferbar, Preis ca. 15€

Mehr Infos:

Das zerbrochene Quadrat

Das Geduldspiel besteht aus nur fünf Teilen, die zu einem Quadrat zusammengelegt werden sollen. Was die Verpackung aber nicht verrät: Auch aus den vier Teilen lässt sich ohne das kleine Quadrat ein vollständiges Quadrat legen.

Und auch wenn Teile bei Bartl-Minipuzzles manchmal nicht perfekt zusammenpassen, ist das folgende keine Lösung, denn es geht besser:

Schwierigkeit: Speziell für Anfänger schwieriger als zunächst gedacht. Wenn Sie erst das Quadrat aus vier Teilen gelegt haben, wird es noch schwerer, alle fünf Teile zu verwenden. Wieso wird man in die Irre geführt?

Ähnliche Geduldspiele: Kommt Ihnen die Form der Steine bekannt vor? In ähnlicher Form ist uns das Geduldspiel schon zweimal begegnet: Als One Way und als Pythagoräisches Rechteck. Diesmal ist der fünfeckige Stein in Form eines Hauses nicht symmetrisch, und dies ist so gewollt. 

Design:  Henry Adams, siehe [1]
Hersteller:  Bartl Minipuzzle Nr. 2148 und andere Hersteller.

Google: Bartl zerbrochene Quadrat 
Shopping: Lieferbar, Preis ca. 3€.


Mehr Infos: 
[1] Martin Gardner: Martin Gardner's mathematische Denkspiele, Hugendubel München 1987. Original: Martin Gardner: Wheels, Life and other Mathematical Amusements, Freeman, 1983

Multi-Puzzle

Das Multi-Puzzle erinnert wieder einmal an das Tangram und die vielen Anker-Geduldspiele. Ein Quadrat wurde in fünf Teile zerschnitten und soll wieder zusammengesetzt werden:

Alle Schnitte verlaufen in einem Winkel von 45 Grad oder parallel zu einer Außenkante des Quadrats, die Einzelteile gaben deshalb übliche geometrische Formen: zwei gleichgroße Dreiecke, ein Parallelogramm, ein weiteres Trapez und ein Fünfeck in Form eines Hauses.

Dazu gibt es acht Aufgaben für verschiedene zu legende Formen auf der Rückseite des Kartons.

Schwierigkeit: Für Anfänger nicht ganz einfach, etwas Erfahrung mit derartigen Legespielen hilft. Aber einfacher als Tangram, da es aus weniger Teilen besteht.

Design:  klassisch
Hersteller:  Gico und andere Hersteller.

Google: Gico Multi-Puzzle 
Shopping: Lieferbar, Preis ca. 3€.


Winterpause 2026

Im Februar und März macht die  Welt der Geduldspiele  Winterferien.  Weiter geht's am Mittwoch, dem 1. April 2026 . Bisher entstanden 13...