Trax besteht aus 64 identischen Steinen, bei denen jeweils benachbarte Seiten durch eine schwarze bzw. weiße Linie verbunden sind. Für solche Verbindungen gibt es zwei Möglichkeiten: entweder ein Kreuz oder zwei Kreisbögen. Eine davon findet sich auf der Vorderseite, die andere auf der Rückseite. Steine sollen so aneinandergelegt werden, dass einfarbige Wege entstehen.
Steine mit bunten Wegen darauf sollten bei uns Erinnerungen wecken: Zuerst fällt uns Tantrix ein, hier gab es sechseckige Steine und Wege in vier Farben. Bei Rubik's Tangle enden jeweils zwei Wege an einer Kante der quadratischen Karten, die Wege haben vier Farben. Trax ist der Vorgänger Tantrix und Rubik's Tangle mit den Steinen in der einfachsten Form und nur zwei Farben.
Wegen dieser einfachen Form gibt es viele Möglichkeiten, mehrere Steine aneinanderzulegen. Deshalb ist Trax ein Zweipersonenspiel mit folgenden ganz einfachen Regeln:
- Ein Spieler interessiert sich für die weißen Wege, der andere für die schwarzen.
- Die zwei Spieler legen abwechselnd je einen Stein an, so dass die verlängerten Wege stets einfarbig sind.
- Das Ziel ist es, als Erster entweder eine geschlossenen Weg in der eigenen Farbe zu bilden, oder eine durchgehende Linie, die sich über mindestens acht Reihen oder Spalten erstreckt.
- Es gibt erzwungene Züge, und diese machen das Spiel spannend: Sobald auf dem Spielfeld eine leere Einbuchtung entsteht, in die zwei Pfade der gleichen Farbe münden, muss der aktive Spieler diese Lücke sofort mit dem passenden Stein schließen. Dieser Zwangszug kann wiederum neue Lücken erschaffen, wodurch gewaltige Kettenreaktionen ausgelöst werden.
Schwierigkeit: Anfänger übersehen die erzwungenen Kettenreaktionen fast immer, während Trax-Meister das Spielfeld rein analytisch betrachten und mehrere Züge im Voraus berechnen. Manchmal wird die Komplexität mit der von Schach oder Go verglichen.
Die Spielsteine sind noch aus einem anderen Grund interessant: Wenn Sie bei allen Steinen die Seite mit den Viertelkreisen nach oben legen, dann finden wir die Trouchet-Teile wieder. Wir können damit die dort abgebildeten Strukturen legen, wenn wir die unterschiedlichen Farben schwarz und weiß ignorieren. Aber wir können auch einfarbige Wege fordern und erhalten eine interessante Teilmenge dieser Muster wie im folgenden Beispiel. Mehr Beispiele und etwas Theorie gibt es bei [1].
Erscheinungsjahr: 1980
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